Als großer Kinofan möchte ich mit meinem neuesten Projekt „Kleine Kinos“ mal all jene Menschen zu Wort kommen lassen, die noch immer unabhängige kleine Lichtspielhäuser in Eigenregie betreiben.
Logo-Font: Kaoly Demo
Rund 1.700 Kinos gibt es aktuell in Deutschland. Und jedes einzelne von ihnen hat eine ganz besondere Geschichte. Diese Geschichte möchte ich herausfinden, im Gespräch mit denjenigen Menschen, die diese Kinos gegründet haben und am laufen halten.
Ich bin Jens und hier ist KLEINE KINOS, der Podcast für Menschen, die gern hinter den Vorhang schauen.
Das erste Kino, das ich besuche, liegt praktischerweise in der Stadt, in der ich seit kurzem lebe: Neustrelitz. Oder sollte man besser sagen: Die Kinos? Denn eigentlich sind es zwei sehr eigenständige Spielorte, die in den Räumlichkeiten der Alten Kachelofenfabrik, beheimatet sind. Im Fabrik.Kino 1, das seit dem 19. Mai 2000 in der ehemaligen Glasurstube untergebracht ist, werden aktuelle Arthouse-Produktionen gezeigt. Im kleineren Fabrik.Kino 2, mit dem 1993 in der ehemaligen Schlosserei alles begann, bestimmt der Filmclub weiterhin das Programm.
Den rauen Fabrikcharakter haben sich die Räumlichkeiten bewahrt, aber denkt jetzt nicht, wir befänden uns in einer Industrieruine. Das war einmal, mittlerweile ist die Alte Kachelofenfabrik, oder abgekürzt KOF, wie hier eigentlich jede*r sagt, picobello saniert. Vor kurzem haben sogar brandneue Kinosessel statt der altgedienten Stapelstühle hier Einzug gehalten, in den hinteren Reihen von Kino 1 zumindest. Eine Entwicklung, die mein Hinterteil und ich sehr begrüßt haben, mein Interviewpartner von heute spannenderweise aber recht argwöhnisch begleitet hat. Aber ich greife vor und würde sagen, bevor wir uns hier verquatschen, schalte ich direkt rüber zum Interview, das ich Anfang Februar mit Horst Conradt geführt habe. Horst ist Kinoleiter und Gründer der Fabrikkinos in der KOF – und so viel mehr wusste ich bis dahin auch gar nicht über ihn. Aber hört am besten selbst.
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